DMA steht für "district metered area" und beschreibt eine hydraulisch isolierte Subzone des Verteilungsnetzwerkes, deren Wasserkonsum durch Wasserzähler überwacht wird.
PMA steht für "pressure managed area" und ist definiert als eine DMA, deren Versorgung mit Wasser durch eine druckgesteuerte Regelarmatur kontrolliert wird.
Durch diese Begrifflichkeiten werden die Fläche der PMA klassifiziert. Micro PMA sind kleinere Subzonen mit bis zu 500 Hausanschlüssen bzw. Subzonen mit einer Versorgungsleitung bis DN 300. Als Macro PMA werden große Subzonen mit bis zu 15.000 Hausanschlüssen oder Subzonen mit einer Versorgungsleitung größer DN 300 bezeichnet.
Der Minimum Night Flow ist der im Versorgungsgebiet gemessene Durchfluss zwischen 2.00 Uhr und 4.00 Uhr morgens. Statistisch gesehen treten in diesem Zeitfenster die niedrigsten Durchflüsse und damit die höchsten Wasserdrücke in einem DMA ohne Druckregelung auf. In anderen Worten, zwischen 2.00 Uhr und 4.00 Uhr morgens treten die höchstens technischen Wasserverluste auf.
Das Druckmanagement System sollte in einem hydraulisch abgeschlossenen Sektor (DMA) installiert werden. Die Möglichkeiten zur Isolation eines DMAs ist Teil der Projektgebietauswahl und wird bei Bedarf von den VAG-Experten unterstützt. Weitere Informationen finden Sie hierzu auch in den Basisanforderungen für Druckmanagement und dem Druckmanagement Fragebogen.
Die Kriterien für die Rentabilität von Druckmanagement Projekten werden mithilfe einer Application Checklist erfasst und von den VAG-Experten ausgewertet.
Das Sparpotenzial kann anhand hydraulischer und kaufmännischer Basisparameter in Zusammenhang mit der möglichen Druckreduzierung im vorliegenden DMA abgeschätzt werden. Die Basisparameter werden über den VAG Druckmanagement Fragebogen aufgenommen.
Eine Druckmanagement Lösung beschränkt sich immer auf ein abgegrenztes und isoliertes Gebiet (DMA) das zunächst identifiziert und bewertet werden muss. Bei Bedarf unterstützt VAG ihre Kunden in enger Zusammenarbeit bereits bei der Auswahl des wirtschaftlich attraktivsten Gebietes. Danach wird eine passende Druckmanagement Lösung für das Projektgebiet entwickelt. Mit dem Starter-Kit wird ein solides und ausbaufähiges System zusammengestellt und installiert, sodass sofortige Einsparungen erzielt werden. Durch individuelle Upgrades kann die Systemleistung optimiert und das Sparpotenzial maximiert werden. Zusätzlich stehen VAG-Kunden auch Serviceleistungen für installierte Systeme, Trainings und weiterführende Ingenieurdienstleistungen zur Verfügung.
Das Ringkolbenventil weist aufgrund seiner Bauweise sehr gute hydraulische Regeleigenschaften auf und erfordert einen geringen Wartungsaufwand.
Die Bauweise erlaubt die Beherrschung hoher Druckdifferenzen ohne Auftreten von Kavitation. Durch den Wegfall von Steuerleitungen und Pilotventilen wird außerdem eine höhere Betriebssicherheit gewährleistet. Der große Hub des Kolbens ermöglicht eine sehr präzise Regelung des Nachdrucks. Durch den Einsatz des Ringkolbenventils werden membranbedingte Druckoszillationen und schwingende Wassersäulen in der Rohrleitung vermieden. Die kompakte Bauform, insbesondere bei größeren Nennweiten, ermöglicht zudem einen platzsparenden Einbau.
Mit dem VAG Druckmanagement stehen vier verschiedene Möglichkeiten zur Regulierung des Drucks in einer PMA zur Verfügung:
Der kritische Punkt ist der Ort in der betrachteten Zone (DMA oder PMA), an dem im Tagesverlauf der geringste Versorgungsdruck auftritt. Wichtige Indikatoren für die Bestimmung des kritischen Punkts sind beispielsweise Höhenunterschiede im betrachteten Netzwerk und die Entfernungen vom Einbauort der Regelarmatur.
Für die Telemetrielösung zur Übertragung der Betriebsdaten stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Eine unkomplizierte Art der Datenübertragung kann beispielsweise über das Mobilfunknetz per GPRS oder GSM Datendienst erfolgen. Alternativ kann die Datenkommunikation über ein Radiofunksignal realisiert werden.
Je nach Ausgestaltung der Lösung können Durchfluss, Druck direkt vor bzw. nach der Armatur und der Druck an einem oder mehreren kritischen Punkten mit einem SCADA-System automatisch erfasst und gespeichert werden. Die Verwendung weiterer Parameter ist grundsätzlich möglich.
Grundsätzlich kann die Überwachung des Systems von einem beim Kunden bereits vorhandenes SCADA-System übernommen werden. Die VAG Druckmanagement Lösung verfügt aufgrund des Baukastenprinzip über eine hohe Flexibilität. VAG unterstützt die Integration in bereits existierende Kundentechnologien auch in weiteren Bereichen.
Alle Druckmanagement Systeme können nachträglich mit einer anderen Steuerungsart betrieben werden. Für die Aufrüstung einfacher Systeme kann es notwendig sein, weitere Komponenten in das System zu integrieren und die Programmierung anzupassen.
Durckmanagement-Fragebogen
Durckmanagement-Checkliste
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