News Archiv 2006

Integrierte Wasserverluststeuerung mit VAG-Armaturen

20. Dezember 2006

Auf der von der International Water Association (IWA) in Peking veranstalteten World Water Conference 2006 betonten viele Sprecher die Notwendigkeit, die Drucksteuerung als Hauptinstrument zur Reduzierung von Wasserverlusten einzusetzen.

 

Derzeit führen die meisten Wasserversorger zur Reduzierung von Wasserverlusten vorrangig Leckortungs-tests durch. Die Drucksteuerung wird im Allgemeinen als Werkzeug angesehen, das hinsichtlich der Reduzierung von Wasserverlusten und Rohrbrüchen am schnellsten zu Ergebnissen führt. Aber was passiert, wenn die Drucksteuerung vor der Leckortung durchgeführt wird? Kann man trotzdem die von einem Leck verursachten Geräusche orten?

 

Um genau diese Frage zu beantworten, haben die VAG Armaturen GmbH, die brasilianische COPASA Companhia de Saneamento de Minas Gerais, SebaKMT und die DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft) ein gemeinsames Öffentlich-Privates Partnerschaftsprogramm (ÖPP) gestartet. Die COPASA hat ihren Firmensitz in Belo Horizonte und wurde 1973 als Unternehmen der öffentlichen Hand gegründet. Das Unternehmen beschäftigt etwa 11.000 Mitarbeiter und betreibt seit ca. 30 Jahren als Konzessionsnehmer das örtliche Wasserversorgungsnetz. Die COPASA ist verantwortlich für Planung, Bau, Wartung und Betrieb der zugehörigen Wasserwerke und Kläranlagen. Derzeit versorgt die COPASA ca. 11 Millionen Kunden in mehr als 800 Städten und Dörfern über ein fast 40.000 km langes Leitungsnetz mit Wasser. In "Região dos Cristais", der Pilotzone (DMA) für die Fallstudie in der Gemeinde Nova Lima, gibt es 5.000 Hauswasseranschlüsse für 18.000 Einwohner. Der tatsächliche Wasserverlust beträgt ca. 45 Prozent der Gesamtwassereinspeisung des Netzes.

 

Das Partnerschaftsprogramm wird durch die DEG kofinanziert. Die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft investiert in deutsche Unternehmen, die in Entwicklungs- und Übergangsländern eine Präsenz schaffen oder sich dort an Projekten beteiligen möchten.

 

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags

am 11. Oktober 2006


Integrierte Lösung für die Wasserverluststeuerung

 

Auf der Grundlage von Erfahrungen mit der Druckreduzierung und Leckortung als Werkzeuge für die Reduzierung von Wasserverlusten sollen die Auswirkungen der Drucksteuerung auf die Leckgeräuschortung untersucht werden. Die integrierte Lösung für Drucksteuerung und Leckreduzierung soll in eine neue Methodologie umgesetzt werden, durch die eine optimale Drucksteuerung sowie die genaue Ortung und Verhinderung von Lecks ermöglicht wird. Im Dauerbetrieb laufende Geräusch-Aufzeichnungssyste-me werden eingebaut, um die Auswirkungen der Druckmodulation zu ermitteln. Die Ergebnisse werden dann verwendet, um neue Geräte für die Leckortung zu entwickeln und einen optimalen Betrieb von Wasserversorgungsnetzen zu ermöglichen.

 

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