VAG Armaturen in Spezialausführung zum Schutz der Stadt Bogen vor Donau-Hochwasser
Das „Tor zum Bayerischen Wald“, so nennt sich die niederbayerische Stadt Bogen. Zwischen Straubing und Vilshofen liegt die mittelalterliche Grafenstadt am Ufer der Donau. Diese direkte Nähe zum Fluß wird für die rund 10.000 Einwohner mit zunehmendem Hochwasserrisiko zur Gefahr für Hab und Gut. Deshalb wurde im Rahmen der vertieften Untersuchungen zum Donauausbau Straubing-Vilshofen von der RMD Wasserstraßen GmbH in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf ein Hochwasser-Schutz-Konzept für die Stadt Bogen entwickelt. Geplant ist, das bei Hochwasser aus dem Hinterland auf die Stadt Bogen hereindrückende Wasser in Auffangbecken zurückzuhalten und mittels Pumpen über den Bogenbach in die hochwasserführende Donau zu pumpen.
Planung vor Ort
Für die Realisierung dieses Projektes sollte das bestehende Schöpfwerk mit zwei Pumpstationen umgebaut werden. Ein Rückhaltebecken, ein Druckkanal und diverse Schächte mussten neu gebaut werden.
Den Auftrag zum Ausbau der Hochwasserschutzeinrichtungen erteilte der Freistaat Bayern zusammen mit der Bundesrepublik Deutschland. Mit der technischen Planung des umfangreichen und technisch komplizierten Projektes wurde die RMD Wasserstraßen GmbH aus München beauftragt.
Für den Bau der Anlage bekam die Firma Raimund Höllein Carolinenhütte GmbH den Zuschlag.
Planung und Ausschreibung
Als besondere Herausforderung dieses Auftrags erwies sich der schlechte Zustand der vorhandenen Bauwerke und deren geringes Platzangebot für die benötigten Einbauten. Zudem müssen die verwendeten Armaturen im Hochwasserfall außerordentlichen Drücken standhalten.
Bei einer öffentlichen, staatlichen Ausschreibung entschied man sich für Armaturen der VAG-Armaturen GmbH. Nicht zuletzt, weil Produktauswahl und Qualität der Armaturen von VAG bekannt waren und eine große Anzahl Sonderlösungen und Maßanfertigungen benötigt wurden.
Wegen der beengten Baulichkeiten des Schöpfwerks plante der Fachbereich Abwasser der VAG den Antrieb der Armaturen mit Kugelgelenken und Spindelverlängerungen auszustatten. Dann wurden die Pläne in enger Zusammenarbeit mit der Firma Höllein abgestimmt.
Die Produktion der Armaturen auf der einen und die Vorarbeiten am Bau auf der anderen Seite konnten beginnen.
Termingerecht, im Frühjahr 2007, trafen die Armaturen per Spedition ein. Zahlreiche Regenperioden hatten jedoch den Fortschritt der Baumaßnahmen verzögert. Die Armaturen kamen zu früh. Aber Dank der folienverschweissten Verpackung konnten die hochwertigen Armaturen gut geschützt unter freiem Himmel auf der Baustelle zwischengelagert werden.
Im Herbst 2007 wurden eingebaut:
30 EROX Spindelschieber mit E-Antrieb in den Ausführungen "Standard", "Q" und "R" in Nennweiten von DN 200 bis DN 1200. Alle 30 Schieber waren als Sonderanfertigungen spezialverstärkt für hohe Drücke bis zu 1,2 bar (nachgewiesen wurde die Dichtheit bei werkseitigen Versuchen).
1 ZETA Plattenschieber
2 RETO-Stop Rückschlagklappen
3 BETA 300 Absperrschieber.
Wadim Heinrich, Planungsbeauftragter der Firma Höllein, resümiert: „VAG war uns ein wertvoller Partner bei diesem planungstechnisch kniffligen Projekt, das uns gemeinsam ein hohes Maß an Flexibilität abverlangte.“
PDF herunterladen ( 1.5 MB ) Alle Projekte im Überblick
VAG-Armaturen GmbH
Carl-Reuther-Str. 1
68305 Mannheim
Deutschland
Tel +49 621 7490
Fax +49 621 749291000
info@vag-group.com