Akuthilfe für die türkische Hauptstadt bei extremer Wasserknappheit
Ankara, seit 1923 Hauptstadt der Türkei und zweitgrößte Stadt des Landes, liegt in einem der trockensten Gebiete in der Türkei. Das Bevölkerungswachstum auf über 4 Millionen Einwohner und landesweite Dürren führten im Jahre 2007 zu verschärfter Wasserknappheit. Trinkwasser-Rationierungen standen bevor.
Spontan entschied sich der Bürgermeister von Ankara, Melih Gökcek, für ein gigantisches Pipelineprojekt, das in kürzester Zeit dauerhaft für Abhilfe sorgen sollte.
Auftraggeber dieses terminlich außerordentlich ehrgeizigen Projektes war die Firma ABB (Ankara Beton Boru), eines der größten Bauunternehmen der Region.
Ziel war, Ankara innerhalb kürzester Zeit mit Wasser aus dem Fluss Kizilirmak zu versorgen. Dazu mussten drei Leitungen mit einer Länge von 130 km gebaut werden. Zwei davon parallel, mit einem Durchmesser von 1,40 m. Alle drei sollten in eine große Zufuhrleitung mit 2,70 m Durchmesser führen, die das Wasser in das Versorgungsnetz von Ankara einspeist. Die errechnete Durchflussmenge liegt bei 9000 Litern pro Sekunde.
Im Juli 2007 erhielt VAG den Auftrag, insgesamt 109 Armaturen in nur 4 Monaten zu fertigen, die meisten mit Elektroantrieben auszustatten und entsprechend dem äußerst engen Terminplan anzuliefern.
Eine echte Herausforderung, die wir - nicht ohne Stolz - als Punktlandung gemeistert haben.
Am 22. August besuchte der Bürgermeister der Stadt Ankara, Melih Gökcek, persönlich die Produktion der VAG in Mannheim, um sich ein Bild vom aktuellen Produktionsstand zu machen und sich gleichzeitig von der Zuverlässigkeit der VAG zu überzeugen.
Durch die Ankündigung der Fertigstellung "seines" Prestigeprojektes am 20. Oktober 2007, seinem Geburtstag, Hochzeits- und Amtseinführungstag, stand für ihn einiges auf dem Spiel.
"Der Auftrag war, bedingt durch die vorgegebenen Zeitabläufe, für uns eine Herausforderung, die wir gerne angenommen haben. Die Auftragssteuerung in unserem Customer Service Center erstellte zusammen mit unserem Prozessmanagement einen detaillierten Ablaufplan und unsere Produktion setzte die Vorgaben termingenau um. So konnten wir sicherstellen, dass wir im Zeitplan sind und der termingerechten Fertigstellung des Pipelineprojektes von unserer Seite nichts im Wege stand", so Robert Fellner-Feldegg, Geschäftsführer der VAG-Armaturen GmbH.
Auf der Baustelle vor Ort arbeiteten mehr als 1200 Menschen, teilweise rund um die Uhr.
Ende September machten sich die ersten Armaturen per Truck auf die weite Reise. 1/4 der von VAG angelieferten Schwerarmaturen wurden wegen des Termindrucks via Luftfracht in die Türkei transportiert. Doch trotz der peinlich genauen Erfüllung des Auslieferungsplans seitens VAG verzögerten sich die Bauarbeiten und damit der Einbau der Armaturen. So erfolgte ein erster Probelauf im Februar 2008, die Inbetriebnahme der Wasserversorgungsanlage im März 2008.
Auch aus den positiven Erfahrungen vorangegangener Projekte setzte die türkische Wasserbehörde gerne wieder auf Qualität und Lieferzuverlässigkeit der VAG.
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